niederrheinisch - nachhaltig 

Freitag,  19. Januar 2024
Über die Empfehlungen für ein nachhaltiges Ernährungssystem

Was und wie wir essen, prägt uns als Einzelne und als Gesellschaft. Unsere Ernährung hat erhebliche Auswirkungen auf unsere Gesundheit und die Umwelt. Doch gesundheits- und umweltfreundlicher zu essen ist alles andere als eine einfache individuelle Entscheidung.

Was wird wie angeboten? Wie transparent sind die Angebote? Wie und wo werden Lebensmittel beworben? Wo werden sie platziert? Wieviel kosten sie? Wie groß sind die angebotenen Portionen? Welche Rolle spielen Herkunftsregion oder Jahreszeit? Was ist mit Verpackung, Transportwegen, Wasser- und Energieverbrauch?

Was und wie wir essen und trinken, hängt auch von sog. Ernährungsumgebungen und nicht bewussten Einflüssen ab. Bis heute bestimmen hauptsächlich einzelwirtschaftliche Interessen unsere Ernährungsumgebung. Der Lebensmittelindustrie geht es darum, ihren Gewinn und nicht unsere Gesundheit zu maximieren. Sie steuert damit einen wichtigen Teil unserer Kultur und unseres gesellschaftlichen Miteinanders. Die Unternehmen vermarkten ihre Produkte auch durch Ansprache an Gefühle und erzielen damit hohe Renditen. Nährwerte, Produktionsbedingungen oder Umweltfolgen spielen nur dann eine Rolle, wenn der Nachhaltigkeitsmarkt profitabel ist. 

Jedes Unternehmen will sein eigenes Festmahl feiern, während das Bauchgefühl vieler Konsument*innen den Ladenschluss verkünden möchte. Denn auch das Überangebot kann zum Verdruss führen, vor allem wenn das Geld zum Kauf bestimmter Produkte nicht reicht, Einiges ist bei „dieser Party“ in Bewegung geraten.

Markt - Staat - Bürger

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Aß der durchschnittliche Deutsche im Jahr 1950 etwa 38 Kilogramm Fleisch, so gehörte zum wirtschaftswunderlichen Wachstum von allem auch die Steigerung der Fleischrationen. In den 1980er Jahren schwoll die Durchschnittszahl auf etwa 60 Kilogramm Fleisch pro Kopf und Jahr an. Der Höhepunkt des Wachstums ist wohl überschritten, denn im Jahr 2022 betrug der durchschnittliche Fleischkonsum pro Kopf in Deutschland etwa 52 Kilogramm  (2) Parallel dazu stieg der jährliche Verbrauch von Obst und Gemüse an. (3) Der Markt für vegane Lebensmittel verzeichnete enorme Wachstumsraten und Gewinnchancen. (4) Fette Hausmannskost hat heute kaum noch Fans. Die Corona-Pandemie hat zudem deutlich gemacht, wie wichtig die regionale Lebensmittelversorgung ist. 

Und was ist mit der Politik? Sie mag sich mächtig geben, hat aber eher wenig Einfluss auf den Lebensmittelmarkt und unser Essverhalten. In einer Marktwirtschaft - so heißt es  - könnten Regierungen weder den Firmen vorschreiben, was sie produzieren sollen, noch die Verbraucherinnen und Verbraucher anweisen, was sie zu essen und trinken haben. Denn Menschen wollen sich angeblich nicht verändern lassen und jeder Versuch das tun, stoße auf Widerstand. 

Doch ganz so einfach ist es nicht: Wer sich maximal ungesund ernähren will, hat dazu ausreichend Gelegenheit. Wer dies jedoch seinen Kindern antun will, der verlässt den Bereich seiner privaten Entscheidungen. Und was hat das mit Bevormundung zu tun, wenn Menschen staatliche Maßnahmen fordern, weil sie Wert auf Tierschutz, Menschenwürde und eine lebenswerte Umwelt legen?

„Was erwarten die Bürgerinnen und Bürger in der Ernährungspolitik vom Staat? Wo soll er aktiv werden und wo nicht? Was soll der Staat ermöglichen oder erleichtern? Was wollen Konsumentinnen und Konsumenten über ihre Lebensmittel und deren Herkunft wissen? Was gehört zu einer transparenten Kennzeichnung von sozialen Bedingungen, von Umwelt- und Klimaverträglichkeit und von Tierwohlstandards? Wie detailliert sollten derartige Angaben sein, damit sie hilfreich und nicht verwirrend sind? Was halten die Bürgerinnen und Bürger für den Aufbau eines fundierten gesamtgesellschaftlichen Wissens über die Zusammenhänge von Ernährung und Gesundheit für notwendig? Welche Rolle kommt dabei zum Beispiel der Schule zu? Welche Maßnahmen sollten zum Schutz besonders verletzlicher Konsumentinnen und Konsumenten ergriffen werden? Wie können die Bürgerinnen und Bürger bei Kaufentscheidungen im Hinblick auf eine gesunde Ernährung besser unterstützt werden? Welchen steuerlichen Rahmen soll der Staat für die Preisbildung von Lebensmitteln setzen? Wie kann der Lebensmittelverschwendung Einhalt geboten werden und was kann der Staat dagegen tun?" (5)

Das waren die Fragen, die Deutsche Bundestag am 10. Mai 2023 an einen einzusetzenden Bürgerrat „Ernährung im Wandel: Zwischen Privatangelegenheit und staatlichen Aufgaben“ (1) stellten. Die CDU/CSU und die AfD-Abgeordneten stimmten dagegen. Die einen betonten, dass sie aus ihrer Arbeit im Wahlkreis die Antworten generieren können. Die anderen forderten dazu die Volksabstimmung. (6)

Die Aufgaben des ersten Bürgerrates beschrieben die Abgeordneten so: „Der Bürgerrat des Deutschen Bundestages soll den Blick auf die im Alltag bereits stattfindenden Umbrüche in unserer Ernährung richten und die Perspektive der Bürgerinnen und Bürger in die politische Debatte einbringen. Besonderes Augenmerk soll dabei auf der Rolle des Staates im Spannungsfeld von individueller Freiheit und Verantwortung für die Gesellschaft liegen.“ (5)

Bürgerrat –  Showveranstaltung oder Mittel zur Lösung gesellschaftlicher Konflikte?

mit KI erstellt

Bürgerräte: Die einen sehen in ihnen ein kommunistisches Konzept, ein ‚Wünsch Dir was‘ ohne demokratische Legitimation, eine politische Showveranstaltung oder eine Art Volkshochschule mit Teilnahmezwang. Für die anderen sind sie lebendige Demokratie, das Instrument einer aktiven und nicht ausgrenzenden Bürgerschaft, das Mittel, um gesellschaftliche Konflikte zu befrieden, weil Menschen auch dann in Verbindung bleiben, wenn ihre Meinungen und Einstellungen nicht zusammenpassen.

Bürgerräte sind Versammlungen von 30 bis 200 per Los ausgewählter Bürgerinnen und Bürgern, die bei mehreren Terminen gemeinsam ein vorgegebenes Thema diskutieren und der Politik ihre Handlungsempfehlungen in Form eines Bürgergutachtens übergeben. Die Teilnehmenden erhalten Hintergrundinformationen von Expertinnen und Experten. Ein neutrales Moderationsteam ermöglicht eine Diskussion aller auf Augenhöhe: die sogenannte Deliberation.

Bürgerräte sollen die Vielfalt der Bevölkerung anhand vorab festgelegter Kriterien abbilden. Mit der Zufallsauswahl lassen sich auch „ganz normale Leute“ erreichen, die nicht an Wahlen teilnehmen oder sich nicht regelmäßig einbringen, etwa weil sie nicht an Politik interessiert sind oder ihnen die Zeit für intensives Engagement fehlt. So werden auch die Stimmen hörbar, die sonst nicht in den Debatten präsent sind. Bürgerräte sollen ein Stimmungsbild der Bevölkerung sichtbar machen, das weitaus genauer ist als Meinungsumfragen. Bürgerräte zeigen auf, wo genau in einer Debatte die „Knackpunkte“ liegen.

Sie ermöglichen es, einander zuzuhören, ohne zu belehren, andere Positionen und Alltagserfahrungen einzubinden und über kontroverse gesellschaftliche Fragestellungen zu beraten – ohne Lobbyisteneinfluss, Wahltaktiken und Fraktionszwang

„Bürger:innenräte sind unabhängig von politischer Agenda, und lediglich den Menschen und der Demokratie selber verpflichtet sind.“  Das schreibt Extinction Rebellion, die sich 2019/2020 dafür stark gemacht haben, über Bürger*innenräte „die drängenden Fragen unserer Zeit zu lösen“ (7)

Auch der am 26. Dezember 2023 verstorbene ehemalige Bundestagspräsident Dr. Wolfgang Schäuble sah in Bürgerräten eine Möglichkeit, die Bevölkerung stärker in die Politik einzubinden: „Diese besondere Form der Beteiligung kann das Vertrauen in die Politik stärken und der repräsentativen Demokratie neue Impulse geben“, sagte Schäuble am Mittwoch, 13. Januar 2021, in der Bundespressekonferenz zum Auftakt des bundesweiten Bürgerrates „Deutschlands Rolle in der Welt“. (8)

Nach diesem - wegen der Corona-Pandemie ausschließlich digital durchgeführten - Bürgerrat (9) war „Ernährung im Wandel“ der erste, den der Bundestag beschlossen hat. Das Thema „Ernährung“ hatte sich in den parlamentarischen Vorberatungen gegen das Thema „Pflichtjahr“ durchgesetzt. Details zum Zustandekommen und zum Ablauf hat der Deutsche Bundestag auf einer Homepage dokumentiert. (1)

Eine Begleitgruppe hat den insgesamt 1,85 Millionen Euro teuren Bürgerrat „Deutschlands Rolle in der Welt“ ausgewertet und ihm ein eher durchwachsenes Zeugnis ausgestellt: Teilnehmende mit niedrigem Bildungsabschluss waren deutlich unterrepräsentiert, die unter 26-jährigen waren überrepräsentiert, die Zeit für die Verarbeitung der Experteninformationen war zu kurz

Die Diskussionsbeteiligung war nicht ausgewogen. Teilnehmende und selbst die Moderierenden waren trotz großen Engagements mit dem abstrakten und komplexen Thema gelegentlich überfordert. Daher empfahl die Begleitgruppe, Bürgerräte mit klar umgrenzten, konkreten und alltagsnahen Fragestellungen durchzuführen. (10)

Die Fragen rund ums Essen kamen dieser Empfehlung nach. Die Vorbereitungsgruppe (11) für „Ernährung im Wandel“ loste daher nach einem statistischen Schlüssel 84 Kommunen aus ganz Deutschland aus. Das Los traf zum Beispiel auch Niederkrüchten und Krefeld. Auf Grundlage der gelieferten Datensätze wurden 19.327 Briefe mit Einladungen zur Teilnahme am Bürgerrat verschickt. 2.236 Menschen bekundeten ihr Interesse. Schon in dieser Gruppe waren Menschen, die älter als 65 sind oder diejenigen, die nicht studiert haben, oder aus Orten mit weniger als 20.000 Einwohner*innen unterrepräsentiert.

Aus dieser Gruppe wurden unter Berücksichtigung von statistischen Sollzahlen 1.000 mögliche Zusammensetzungen des Bürgerrats berechnet. Am 21. Juli 2023 wurde der Bürgerrat mit der Nr. 187 ausgelost. Dessen 160 Mitglieder spiegelten in den Kategorien Geschlecht, Alter, Bildungsabschluss, Bundesland, Gemeindegröße und Ernährungsverhalten (vegan, vegetarisch, Fleischkonsumenten) ein halbwegs repräsentatives Abbild der in Deutschland lebenden Menschen wider. (12) Dass die Menschen im Bürgerrat ein überdurchschnittliches Interesse an Ernährungspolitik hatten, ist jedoch auf Grund des Auswahlverfahrens anzunehmen.

Zwei Bürgerratsmitglieder stiegen wegen inhaltlicher Kritik aus, neun weitere aus Gründen wie Zeitmangel oder Krankheit, eine Teilnehmerin verstarb kurz vor Weihnachten und am Abschlusswochenende erschwerte dann der Bahnstreik die Anreise nach Berlin. (13)

Nach drei Präsenzwochenenden und sechs Online-Sitzungen zwischen dem 29. September 2023 und dem 14. Januar 2024 stimmten dann 113 Bürgerratsmitglieder in Berlin über die Empfehlungen an den Deutschen Bundestag ab. Neun sollten es am Ende sein. (14).

Gesamtergebnis: Die Bürger*innen wollen, dass der Staat regulierend in die Ernährungsfrage eingreift und die Ernährungsbildung für Kinder und Erwachsene verstärkt. Die größte öffentliche Resonanz fand die Empfehlung, Schul- und Kita-Essen für alle kostenlos anzubieten.

Neun Empfehlungen des Bürgerrats „Ernährung im Wandel

© Albrecht Fietz auf pixabay

1. Kostenfreies Mittagessen für alle Kinder als Schlüssel für Bildungschancen und Gesundheit (Ja: 87,6% Nein:11,5% Enthaltung: 0,9% - Priorisierung 4,88)
Alle Kinder sollen in Kitas und Schulen ein kostenfreies Mittagessen bekommen. Bisher erhalten nur die Kinder aus einkommensschwachen Familien über einen Antrag auf Leistungen nach dem Bildungs- und Teilhabepaket einen Zuschuss zum gemeinschaftlichen Mittagessen in der Kita. Der Bürgerrat möchte hingegen allen Kindern, Erzieher*innen und Lehrkräften das Essen gratis anbieten. 

Das Essen selbst soll sich an den Empfehlungen der Deutschen Gesellschaft für Ernährung (DGE) orientieren, die gesunde Ernährung von Kindern und die Chancengleichheit zwischen den Kindern begünstigen, einer Mangelernährung entgegenwirken, die soziale Entwicklung der Kinder fördern und die Eltern bei der täglichen Bereitstellung der Mahlzeiten entlasten. Die Maßnahme soll - beginnend in Kitas - im Laufe von acht Jahren stufenweise umgesetzt werden. Zwar müssten die Bundesländer die Kosten tragen, der Bund soll aber mithelfen. Die Bundesmittel sollen statt einer Kindergelderhöhung fließen.

Ein kostenfreies und hochwertiges Essen- und Getränkeangebot in Kitas und Schulen für alle Kinder sei ein zentraler Ansatzpunkt, um nachhaltigere Ernährung in Deutschland voranzubringen, urteilte auch der Wissenschaftliche Beirat für Agrarpolitik, Ernährung und gesundheitlicher Verbraucherschutz (WBAE) beim Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft 2020 in seinem Gutachten ‚Politik für eine nachhaltigere Ernährung‘. (15) Es würde der sozialen Ungleichheit bei Ernährung und Gesundheit gegensteuern, den sozialen Zusammenhalt stärken und gesundheitlich präventiv wirken. Es könne die Stigmatisierung und Diskriminierung ärmerer Kinder und Jugendlicher verhindern und gleichzeitig das gemeinsame Essen und Genießen als zentrales Gut einer nachhaltigen Ernährung fördern. Sie beuge Ernährungsarmut bei Kindern, Jugendlichen und späteren Erwachsenen vor und verhindere damit einhergehende Entwicklungsdefizite und Wachstumsstörungen, die im späteren Verlauf des Lebens nicht mehr korrigiert werden können.

Die Realität in Deutschland sei leider eine andere, meinte Die Linke, als sie im Bundestag noch Fraktionsstatus hatte. (16) „Auch wenn es vereinzelt gute Ansätze in einigen Bundesländern und Kommunen gibt, die Kita- und Schulverpflegung in Deutschland ist insgesamt immer noch mangelhaft. Betroffen sind sechs Millionen Kinder in Kitas und Schulen. Allzu oft ist das Essen von schlechter Qualität und erfüllt ernährungsgesundheitliche Anforderungen nicht. Die Mahlzeiten sind zu fett, zu süß und enthalten zu wenige Vitamine und Ballaststoffe. Schulen und Trägern fehlt es an Geld, Fachleuten und geeigneten Räumen. Nur 20 Prozent der Schulen kochen frisch, nur ein geringer Teil ist zertifiziert. Nur die Hälfte der Schülerinnen und Schüler nimmt überhaupt an der Gemeinschaftsverpflegung teil. Kinder und Jugendlichen werden häufig nicht in die Essensplanung einbezogen. Das Ernährungsthema spielt im Erziehungs- und Lernalltag nur eine Nebenrolle. Viele Schulen und Kitas sind gezwungen, auf billige Angebote statt auf Qualität zu setzen. Probleme bereiten auch die unklaren Verantwortlichkeiten im Bereich Ernährung, da diese im föderalen System Deutschlands auf verschiedene Ebenen verteilt sind und sich verschiedene Ministerien mit unterschiedlichen Aspekten von Ernährung befassen.“

Der Haken an der Empfehlung des Bürgerrats: Bildung und das Essen an Schulen sind Ländersache. Doch dem Bürgerrat ist das Thema als Beitrag zur Bildung und zu Chancengleichheit zu wichtig, um es 16 Einzelregelungen zu überlassen. BMEL-Staatsekretärin Dr. Ophelia Nick bestätigte dies am 15. Januar 2024: „Der Vorschlag, allen Kindern und Jugendlichen in Deutschland täglich mindestens eine gesunde, vielfältige und nachhaltig erzeugte Mahlzeit zu servieren ist Leitbild des BMEL und wird in der Ernährungsstrategie der Bundesregierung eine zentrale Rolle spielen.“ (17)

Am 17. Januar 2024 beschloss die Bundesregierung ihre Ernährungsstrategie „Gutes Essen für Deutschland“. Darin heißt es „Gemeinschaftsverpflegungseinrichtungen geben täglich insgesamt knapp 40 Millionen Portionen Essen aus. Damit stellen sie einen wirkkräftigen Hebel für die Umsetzung einer gesunden und nachhaltigen Ernährung dar.“

Die Bundesregierung verspricht darin, die Einrichtungen bei der Qualität des Essens mit Informationen zu unterstützen sowie eine Machbarkeitsstudie zur Sicherung der Kita- und Schulverpflegung in Krisenzeiten und einen Modellregionenwettbewerb zur Ernährungswende durchzuführen. Zum kostenlosen Angebot heißt es lapidar. „Die Vorteile und Kosten für eine flächendeckende kostenlose Mittagsverpflegung an Schulen hat der WBAE ausführlich in seinem Gutachten 2020 untersucht." (18 S. 18)

Niels Espenhorst, Referent für Kindertageseinrichtungen beim Paritätischen Gesamtverband, hält es grundsätzlich für gut, wenn es bundesweite Standards für Kita-Essen gäbe und eine mögliche Refinanzierung bestände, hält aber den vom Bürgerrat vorgeschlagenen Kindergeldanteil für problematisch und befürchtet, dass die grundsätzliche Diskussionen um Fachkräftemangel und Qualität der Kindertagesbetreuung in den Hintergrund geraten können:  „Für Bund und Länder ist es jetzt einfacher, eine mangelnde Mittagsverpflegung anzugehen, als sich großer Probleme wie dem Fachkräftemangel anzunehmen. Wird das Thema Ernährung jetzt gepusht, könnte es sein, dass wir anstelle einer allumfassenden Verbesserung des Kitasystems am Ende bundesweite Standards bei der Mittagsverpflegung haben. Das ist das Gegenteil von dem, was der Paritätische will.“ (19)

2. Bewusstes Einkaufen leicht gemacht durch ein verpflichtendes staatliches Label (Ja: 88,5% Nein: 10,6% Enthaltung: 0,9% - Priorisierung: 4,76)
Jedes Nahrungsmittel ein verpflichtendes, staatliches Label erhalten, das auf der Vorderseite das Lebensmittel in drei Kategorien einordnet: Klima, Tierwohl und Gesundheit. Es geht um die Menge der CO2-Emissionen bei der Herstellung, den Einfluss auf Biodiversität,  um Zucker, Fett, Salz, Zusatzstoffe und Verarbeitungsgrad

Das Label soll Vergleich ermöglichen und dazu beitragen, nicht-nachhaltige Produkte besser zu erkennen und deren Konsum zu reduzieren.

Das hatte auch der Bürgerratschlag „Nachhaltige Ernährung“ vorgeschlagen. Das Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, nukleare Sicherheit und Verbraucherschutz (BMUV) führte ihn von Mai 2022 bis Oktober 2023 durch. (20). Drei Maßnahmen lagen dabei den Teilnehmenden besonders am Herzen: die Förderung des Angebots pflanzenbasierter Mahlzeiten in der Gemeinschaftsverpflegung, die umweltfreundliche Besteuerung und Subventionierung von Lebensmitteln sowie die Einführung eines Umwelt- und Gesundheitslabels für Lebensmitteln. (21) 

3. Verpflichtende Weitergabe von genießbaren Lebensmitteln durch den Lebensmitteleinzelhandel (Ja: 84,1% Nein: 12,4% Enthaltung: 3,5% - Priorisierung: 4,54)

Supermärkte müssen nicht verkaufte Lebensmitte weitergeben müssen. In Frankreich dürfen Supermärkte noch genießbares Essen schon seit 2016 nicht mehr wegschmeißen, sondern müssen es an gemeinnützige Einrichtungen spenden. Restaurants, Hotels und Catering-Betriebe müssen ihren Abfall recyceln, um daraus Biogas herzustellen.  

Andere Länder, die Maßnahmen gegen Lebensmittelverschwendung ergriffen haben, sind Italien, Dänemark, Finnland, Norwegen und die Niederlande. (22) (23)

Das will der Bürgerrat auch in Deutschland einführen. Pflicht soll das für alle Lebensmitteleinzelhändler ab einer Verkaufsfläche von 400 Quadratmetern werden. Die Maßnahme solle aber so ausformuliert werden, dass sie für Händler nicht zu viel Bürokratie bedeutet.

Die Bundesregierung will mit ihrer Ernährungsstrategie die Wertschätzung von Lebensmitteln noch stärker fördern, die Lebensmittelabfälle bis 2030 halbieren und Lebensmittelverluste weiter reduzieren. (18) Um dieses Ziel zu erreichen, werde die "Nationale Strategie zur Reduzierung der Lebensmittelverschwendung" (24) gemeinsam mit den beteiligten Bundes- und Länderressorts sowie Stakeholdern kontinuierlich weiterentwickelt. (18)

4.  Lebensbedingungen und Herkunft von Tieren transparent darstellen (Ja: 4 81,4% Nein: 15,9% Enthaltung: 2,7% - Priorisierung: 4,48)
Auf Fleischprodukten soll ein verpflichtendes Tierwohllabel über Geburt, Aufzucht, Haltung, Transport und Schlachtung der Tiere informieren. Gastronomen und ähnliche Einrichtungen müssen es auf Verlangen vorzeigen. Bei importierter Ware soll das Herkunftsland angegeben werden.

5. Fördern statt Fordern – neuer Steuerkurs für Lebensmittel (Ja: 72,6% Nein: 20,4% Enthaltung: 7,1%, - Priorisierung: 4,46)
Die Mehrwertsteuer für Obst und Gemüse in Bio-Qualität, Hülsenfrüchte, Nüsse, Vollkorngetreide sowie Mineral- und Tafelwasser soll gestrichen werden. Pflanzliche Milchersatzprodukte wie Soja- oder Hafermilch sowie Fleischersatzprodukte und alle nach Bio-Standards erzeugten Produkte sollen zudem auf den verminderten Satz von 7 Prozent gesenkt werden. 

Zucker hingegen soll seinen Status als Grundnahrungsmittel verlieren und künftig mit 19 Prozent besteuert werden. Bei Fleisch soll für Waren in Haltungsform 3 und 4 oder in Bio-Qualität die Mehrwertsteuer 7 Prozent betragen. Fleisch in Haltungsform 1 und 2 soll mit 19 Prozent belegt werden.

6. Gesunde, ausgewogene und angepasste Gemeinschaftsverpflegung in Krankenhäusern, Reha-, Senioren- und sonstigen Pflegeeinrichtungen (Ja: 84,1% Nein: 11,5% Enthaltung: 4,4%; Priorisierung: 4,32
Pflegeeinrichtungen sollen bei ihren Essen die Standards der DGE einhalten. Wo das finanziell zu Problemen führt, soll der Bund mit Steuergeldern helfen – besonders bei der Bezahlung von Fachpersonal für die Ernährung. Die Einrichtungen sollen die Einhaltung der Standards selbst kontrollieren.

7. Verbrauchsabgabe zur Förderung des Tierwohls (Ja: 70,8% Nein: 24,8% Enthaltung: 4,4% Priorisierung: 4,08)

Der Bürgerrat stimmt für die auch für die vom Landwirtschaftsminister Cem Özdemir geforderte Tierwohlabgabe. Die Höhe soll sich an den Vorschlägen der im August 2023 aufgelösten Borchert-Kommission (25) orientieren, die 40 Cent pro Kilogramm Fleisch, 2 Cent pro Ei und Liter Milch (-produkte) und 15 Cent pro Kilogramm Käse, Butter und Milchpulver vorschlug. Mit den Einnahmen sollen vor allem kleinbäuerliche Betriebe beim Umbau ihrer Ställe zu mehr Tierwohl unterstützt werden. 

8. Altersgrenze für Energydrinks (Ja: 79,6% Nein: 15,0% Enthaltung: 5,3% - Priorisierung: 3,89)

Energy-Drinks und Energybooster wie Red Bull, Monster Energy oder Power Horse sollen künftig erst an Menschen ab einem Alter von mindestens 16 Jahren verkauft werden. Eine wissenschaftliche Kommission soll zudem prüfen, ob das Alter auf 18 angehoben werden sollte.

Der Bürgerrat argumentiert hier mit einem ähnlich hohen Suchtpotential wie bei Zigaretten oder Alkohol. Er verweist auf Koffein oder Taurin, die sich negativ auf die geistige und körperliche Entwicklung eines Kindes bzw. eines Jugendlichen auswirken. Einige Supermärkte verzichten daher bereits heute freiwillig auf on Energydrinks an Kinder.

9. Mehr Personal für Lebensmittelkontrollen und bessere Transparenz der Ergebnisse für die Öffentlichkeit (Ja: 77,9% Nein: 16,8% Enthaltung: 5,3% Priorisierung: 3,76

Damit die Empfehlungen auch eingehalten werden, sollen mehr Lebensmittelkontrolleure eingestellt werden. Um mehr Menschen dafür zu gewinnen, will der Bürgerrat etwa die Ausbildung vereinfachen und die Gehälter erhöhen. 

Abgelehnt wurden die Vorschläge

  • Gestaffelte Herstellerabgabe von allen zuckerhaltigen Getränken sowie Getränken mit Süßungsmitteln (Ja: 44,2% Nein: 51,3% Enthaltung: 4,4%)
  • Lenkungssteuer oder Herstellerabgabe auf zuckerhaltige Getränke – Nein, danke! (Ja: 33,6% Nein: 60,2% Enthaltung: 6,2%)

Zudem hat der Bürgerrat in einer übergreifenden Empfehlung festgestellt, dass Aufklärung und Bildung das Fundament für alle anderen Empfehlungen des Bürgerrats sind. (14)

Die im Abschlussdokument ausführlich begründeten und näher beschriebenen Empfehlungen werden jetzt in einem Bürgergutachten zusammengefasst und am 20. Februar 2024 dem Bundestag übergeben. Er wird die Empfehlungen beraten. Es besteht jedoch keine Verpflichtung für die Politik, die Vorschläge umzusetzen.
Die Empfehlungen haben große Schnittmengen mit anderen Vorschlägen, Vorschriften und Vorsätzen zu einer nachhaltigen Ernährungspolitik.


Neun Empfehlungen des Wissenschaftlichen Beirats für Agarpolitik, Ernährung und gesundheitlichen Verbraucherschutz (WBAE)

© THG auf pixabay

Der wissenschaftliche Beirat für Agrarpolitik, Ernährung und gesundheitlichen Verbraucherschutz (WBAE) kritisiert schon seit Jahren eine Ernährungspolitik, die die Ernährungsumgebung vernachlässigt und die Verantwortung für umwelt- und gesundheitsverträgliches Essen und Trinken zu stark dem Einzelnen überlässt:

 „Wichtige Maßnahmen zur Verbesserung der Ernährungsumgebung umfassen beispielsweise eine hochwertige Gemeinschaftsverpflegung, insbesondere eine für alle Kinder zugängliche nachhaltigere Kita- und Schulverpflegung, werbefreie Räume, Trinkwasserspender in öffentlichen Gebäuden, geeignete Preisanreize und die Bereitstellung von handlungsnahen Informationen, mehr Transparenz über und Einschränkungen von Werbung in sozialen Medien (Social Influencing) sowie angemessene Portionsgrößen und die Gestaltung eines angenehmen Ess-Ambientes in Kitas und Schulen, aber auch in Seniorenheimen und Krankenhäusern.“ (15)

In seinem im August 2020 erschienenen Gutachten hat der WBAE die Big Four einer nachhaltigeren Ernährung (Gesundheit, Soziales, Umwelt und Tierwohl) ausführlich beschrieben. Sein Fazit: „Eine umfassende Transformation des Ernährungssystems ist sinnvoll, sie ist möglich und sie sollte umgehend begonnen werden.“ (15) Dazu gab der Beirat ebenfalls neun Empfehlungen ab:

1. Systemwechsel in der Kita- und Schulverpflegung herbeiführen – 'Kinder und Jugendliche in den Fokus'

Kita und Schule sind wichtige Orte des Lernens und der sozialen Integration. Mit dem Ausbau der Ganztagsbetreuung sind diese zu wichtigen sozialen Lernorten für das Ernährungsverhalten von Kindern und Jugendlichen geworden. Um dieses große Potenzial im Sinne einer nachhaltigeren Ernährung zu nutzen, bedarf es insbesondere einer breit angelegten Qualitätsoffensive zur Schaffung fairer Ernährungsumgebungen sowie eines möglichst uneingeschränkten Zugangs aller im Ganztag betreuten Kinder und Jugendlichen. Der WBAE empfiehlt den dringend notwendigen Systemwechsel hin zu einer qualitativ hochwertigen und beitragsfreien Kita- und Schulverpflegung. Eine hochwertige Kita- und Schulverpflegung sollte als Feld gesellschaftlicher Daseinsvorsorge etabliert werden.

2. Konsum tierischer Produkte global verträglich gestalten – 'Weniger und besser'

Die Reduktion des Anteils tierischer Erzeugnisse ist der zentrale Hebel zur Senkung der Ressourcenintensität der Ernährung mit Blick auf Klimabelastung und Flächenbeanspruchung. Zugleich eröffnet diese Reduktion Chancen für mehr Tierwohl. Der WBAE empfiehlt ein umfassendes Programm zur Reduktion tierischer Produkte in der Ernährung („Weniger und besser”)

3. Preisanreize nutzen – „Die Preise sollen die Wahrheit sagen”, d. h. die gesellschaftlichen Kosten widerspiegeln.

Die notwendige Transformation zu nachhaltigeren Konsummustern wird nicht alleine auf intrinsischer Motivation aufbauen können. Der Beirat empfiehlt, in zentralen Handlungsfeldern, wie dem Konsum tierischer Produkte und dem Konsum von zuckerhaltigen Getränken, deutliche Preisanreize für eine nachhaltigere Ernährung zu setzen. Die Umsteuerung sollte durch Entlastung einkommensschwacher Haushalte sozialverträglich gestaltet werden.

4. Eine gesundheitsfördernde Ernährung für alle ermöglichen – 'Ernährungsarmut verringern'

Auch in einem vergleichsweise wohlhabenden Land wie Deutschland gibt es armutsbedingte Mangelernährung oder sogar Hunger. Eine Politik für eine nachhaltigere Ernährung sollte die Lebenslagen von einkommensschwachen Bevölkerungsgruppen in den Blick nehmen und zielgruppenorientierte Unterstützungsangebote weiterentwickeln.

5. Verlässliche Informationen bereitstellen – 'Wahlmöglichkeiten schaffen'

Verlässliche Informationen über die Nachhaltigkeitseigenschaften eines Produkts sind eine wesentliche Voraussetzung für einen nachhaltigeren Konsum. Der WBAE empfiehlt, möglichst verpflichtende Nachhaltigkeitslabel für Gesundheit („Nutri-Score”), Treibhausgasemissionen („Klimalabel”) und das Tierwohl zu etablieren und den Bundeslebensmittelschlüssel (BLS) als grundlegende und kostenfreie Datenbank zu einem Bundesnachhaltigkeitsschlüssel für Lebensmittel auszubauen. Der Beirat empfiehlt ferner die Entwicklung eines 'digitalen Ecosystems nachhaltigere Ernährung', das mobile Anwendungen und Daten für den gesamten Verhaltensprozess zur Verfügung stellt und verständlich integriert, damit Verbraucherinnen und Verbraucher Transparenz über die Effekte ihres Handelns gewinnen können.

6. Nachhaltigere Ernährung als das „New Normal” – 'Soziale Normen kalibrieren'
Die Ernährungsumgebung mit den verfügbaren Angeboten und Portionsgrößen kalibriert unser Wahrnehmungsfeld und was wir als normal und angemessen empfinden (soziale Norm). Soziale Normen prägen das Konsumverhalten ganz entscheidend mit. Es ist deshalb wichtig, dass die Exposition gegenüber und der Zugang zu nachhaltigeren Produkten stärker in den Blick genommen werden und zum „New Normal” der Ernährungsumgebung werden. Der WBAE empfiehlt, kleinere Portionsgrößen verfügbar zu machen sowie innovative Maßnahmen zur Verringerung bzw. Vermeidung des Portionsgrößeneffektes zu erproben, den Leitungswasserkonsum zu „normalisieren” (z. B. durch eine kostenlose Bereitstellung im öffentlichen Raum und der Gastronomie), die Potenziale der Reformulierung zu nutzen und Lebensmittelabfälle effizient zu reduzieren (z. B. in der Gemeinschaftsverpflegung)

7. Angebote in öffentlichen Einrichtungen verbessern – 'Großküchen nachhaltiger gestalten'

Das Gesundheitssystem und öffentliche Einrichtungen sehen Ernährung eher als Nebenthema an. Unter einem hohen Kostendruck werden erhebliche Qualitätsdefizite in Kauf genommen und kontraproduktive Signale an die Klient*innen und in die Gesellschaft gesendet. Der WBAE empfiehlt deshalb, in der Senioren-, Krankenhaus- und Rehaverpflegung, Ernährung nicht nur aus einer versorgungspraktischen Perspektive zu betrachten, sondern eine hochwertige Qualität des Essens und der Ernährungsumgebung sicherzustellen.

8. Landbausysteme weiterentwickeln und kennzeichnen – „Öko und mehr”

Der ökologische Landbau ist ein vergleichsweise umweltfreundliches System, von dem auch Innovationsimpulse für die gesamte Landwirtschaft ausgehen. Er ist allerdings kein „Allheilmittel”, und die häufig (zu) pauschale Gegenüberstellung von „konventionell” versus „bio” trifft nicht die Realität der Landwirtschaft mit ihren vielfältigen Betriebskonzepten. Der Beirat empfiehlt, den Ökolandbau weiter zu fördern, darüber hinaus aber auch weitere ökoeffiziente Landbausysteme zu entwickeln und für die Verbraucher*innen kenntlich zu machen.

9. Politikfeld 'Nachhaltigere Ernährung' institutionell weiterentwickeln – 'Eine integrierte Ernährungspolitik etablieren'

Um die Handlungsfähigkeit im konzeptionell noch recht jungen und stark von Interessen geprägten Politikfeld der nachhaltigeren Ernährung zu verbessern, bedarf es einer deutlich ausgebauten staatlichen Ernährungspolitik. Der WBAE empfiehlt eine umfassende konzeptionelle und institutionelle Neuausrichtung und Stärkung des Politikfeldes Ernährung, das die vier Ziele integriert in den Blick nehmen sollte. Es bedarf eines lernenden Politikansatzes mit einer übergreifenden Strategie, basierend auf langfristigen, überprüfbaren Zielen. Der notwendige Instrumentenmix sollte zielgerichtet erprobt, konsequent evaluiert und evidenzbasiert angepasst werden. Dies erfordert ein transparentes Monitoring und eine stärkere Vernetzung zwischen den Ressorts (insbesondere Ernährung und Landwirtschaft, Gesundheit, Umwelt) auf den verschiedenen Politikebenen, von der Kommune bis zur EU, sowie den Ausbau personeller Kapazitäten mit deutlichen Budgeterhöhungen für eine integrierte Ernährungspolitik.“ (15 S. 654ff)

Die öffentliche Resonanz auf das Gutachten hielt sich coronabedingt in Grenzen. Die Quarks-Redaktion setzte sich mit dem WBAE-Vorschlag eines Klimalabels für Lebensmittel auseinander. (26) 

Eckpunkte des Ministeriums für Landwirtschaft und Ernährung (BMEL)

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Ein Jahr nach Erscheinen dieses Gutachtens legte Ministerin Julia Klöckner ein Konzept zur nachhaltigen Ernährung vor, das jedoch erneut die persönliche Verantwortung und die individuelle Ernährungskompetenz in den Mittelpunkt stellte. (27) Der dazu am 26. Juni 2021 eröffnete Checkpoint Ernährung wurde am 15. September 2023 wegen der „sehr niedrigen Besucherzahlen“ geschlossen.

Am 21. Dezember 2022 stellte Minister Cem Özdemir Eckpunkte zur deutschen Ernährungsstrategie 2050 (28) vor und betonte es sei nicht „Ziel, den Leuten vorzuschreiben, was sie essen sollen.“ Vielmehr gehe es darum, „dafür zu sorgen, dass es für alle Menschen in Deutschland möglich ist, sich gut und gesund zu ernähren – unabhängig von Einkommen, Bildung oder Herkunft.“ Dazu wolle die Bundesregierung gesundheitsförderliche und nachhaltige Ernährungsumgebungen schaffen, den ökologischen Landbau ausdehnen, die Lebensmittelverschwendung reduzieren und die die Ernährungskompetenz fördern. (29).

Reaktionen auf die Ergebnisse des Bürgerrats 

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Uschi Plitzko vom Ernährungsrat im Rhein-Kreis Neuss zeigt sich gegenüber „Grenzlandgrün“ erfreut darüber, „dass der Bürgerrat Ernährung mit zufällig ausgewählten Menschen in kurzer Zeit Empfehlungen entwickelt hat, die auch uns wichtig sind. Viele der angesprochenen Themen werden schon jahrzehntelang diskutiert und sind Bestandteil unserer Aktivitäten, vor allem ein bio-regionales und kostenfreies Mittagessen für alle Kinder, die Optimierung der Gemeinschaftsverpflegung insgesamt, eine umwelt- und ressourcenschonende Landwirtschaft und Transparenz beim Lebensmitteleinkauf sowie die Reduzierung von Lebensmittelabfällen auf allen Ebenen. Es bleibt jetzt abzuwarten, was von den Empfehlungen des Bürgerrates umgesetzt wird und wann dies geschieht.“

Ramona Pop, Vorständin des Verbraucherzentrale Bundesverband betont: "Der aktuelle Frust der Landwirt:innen ist Symptom einer tiefergehenden Grundproblematik. Die Landwirtschaft muss grundlegend transformiert werden, doch es fehlt an klaren politischen Leitlinien. Zwar wird über den Umbau von Subventionen und Bürokratieabbau diskutiert, das konkrete Ziel dieser Maßnahmen ist jedoch unklar. Verbraucher:innen wünschen sich, dass ihre Lebensmittel zu höheren Tierschutz-, Umwelt- und Sozialstandards erzeugt werden. Das zeigen auch die vorgestellten Empfehlungen aus dem Bürgerrat Ernährung.“ (31)

Die Transformationsexpertin Dr. Maja Göpel hält die Empfehlungen der Bürgerrates für „weitreichender als das, was politisch angegangen wird.“ (32)

Das sieht Dr. Ophelia Nick naturgemäß etwas anders: „Die Forderungen des Bürgerrats sind eine gute Mischung aus schnell umsetzbaren Maßnahmen und mittelfristigen Strategien – und zugleich Rückenwind für die Ernährungspolitik des BMEL. Denn mit der vorgeschlagenen Verbrauchsabgabe zur Förderung des Tierwohls positionieren sich die Bürgerinnen und Bürger in der aktuellen Debatte klar für eine nachhaltige Landwirtschaftspolitik bei austräglichem Einkommen und unterstützen eine Forderung von Bundeslandwirtschaftsminister Cem Özdemir. Das BMEL engagiert sich auch im Kampf gegen Lebensmittelverschwendung, zu der ebenfalls Empfehlungen abgegeben wurden, und ist auf gutem Weg, diese bis 2030 zu halbieren. Und mit der ab 1. Februar geltenden verpflichtenden Herkunftskennzeichnung für Fleisch und der 2023 beschlossenen Tierhaltungskennzeichnung hat das BMEL bereits wichtige Schritte im Sinne der vom Bürgerrat geforderten Transparenz bei der Haltung von Tieren umgesetzt. Die Empfehlungen sind eine Unterstützung aus der Mitte der Gesellschaft für eine bürgernahe Ernährungspolitik, die auch der Landwirtschaft zu Gute kommt.“ (17)

Die „Bürgerrätin“ Biggi Kewitsch fühlte sich im Bürgerrat gut aufgehoben. Aber: „Ob es wirklich sinnvoll war, erfahren wir erst später. Wenn wir nämlich wissen, wie viel davon tatsächlich im Bundestag und womöglich sogar in Gesetzen gelandet ist. Aber ich habe ein bisschen Sorge, dass das Ganze bei den vielen großen Themen derzeit, etwa den Bauernprotesten, etwas untergeht. Wenn drei der neun Empfehlungen umgesetzt werden, wäre das aus meiner Sicht ein Erfolg.“ (33)

Eigentlich könnten es mehr werden, wenn es den Bundestagsabgeordneten gelänge, die vielfältigen Impulse und Konzepte aus Bürgertum und Wissenschaft ernst zu nehmen und eine nachhaltige parteiübergreifende und gemeinwohlorientierte Landwirtschafts- und Ernährungspolitik auf den Weg zu bringen. Denn die Qualität einer Gesellschaft erkannt man daran, wie sie mit ihren Lebensmitteln und der Natur umgeht.

Die Agenda 2030 verpflichtet den Staat, uns den Zugang zu guter medizinischer Versorgung, lebensrettenden Medikamenten, gesunder Ernährung, sauberem Wasser und guter Luft zu ermöglichen. Das Präventionsgesetz stärkt Gesundheitsförderung und Vorsorge zum Beispiel in Schulen, Betrieben und Pflegeeinrichtungen. Fehlernährung einzudämmen, ist dabei eine zentrale Aufgabe. (30).

Doch bis heute halten viele Bürger*innen Gesundheit für ihre Privatsache, Krankheit hingegen für eine Sache des Staates. Das Zusammendenken von Gesundheits-, Umwelt- und Tierschutz wie in dem seit der Corona-Pandemie mehr beachteten Konzepten von One-Health in den planetaren Grenzen erkennen an, dass die Gesundheit von Menschen, Tieren, Pflanzen und Umwelt einschließlich der Ökosysteme eng miteinander verbunden und voneinander abhängig sind. „Der One Health-Ansatz […] wirkt systemisch.“ (34)

Die Bundesregierung bremst sich in ihrer Ernährungsstrategie vorsorglich selbst aus: „Systemische Veränderungen benötigen Zeit. […] Die in der Ernährungsstrategie genannten oder sich aus ihr ergebenden Maßnahmen des Bundes stehen unter dem Vorbehalt der finanziell und (plan-)stellenmäßig im Rahmen der im jeweiligen Einzelplan zur Verfügung stehenden Mittel.“ (18 S. 34)
Die negativen Reaktionen auf die Ernährungsstrategie blieben nicht aus.

Reaktionen auf die Ernährungsstrategie der Bundesregierung

© ANT-Franklin auf pixabay

 Sascha Müller-Kraener, Geschäftsführer der Deutschen Umwelthilfe kommentiert: „Die Bundesregierung kann oder will keine echten Lösungen vorlegen. Erst bis 2050 soll es für alle Menschen in Deutschland möglich sein, sich gut zu ernähren - bis dahin dauert es noch ein Vierteljahrhundert. Maßnahmen, die die Ernährungsindustrie in die Pflicht nehmen, steuerliche Ansätze wie die Absenkung der Mehrwertsteuer für Obst und Gemüse auf 0 Prozent oder die Erhebung einer Zuckersteuer fehlen komplett. Übrig bleibt – wenig,“  Die Ernährungsstrategie bleibe daher hinter der erwarteten Dringlichkeit zurück. „Und das, obwohl die kürzlich veröffentlichten Empfehlungen des Bürgerrates Ernährung deutlich zeigen, dass sich die Gesellschaft ambitioniertere Maßnahmen wünscht.“ (35)

Auch WWF Deutschland bemängelte, dass die Strategie denkbar unverbindlich bleibe und den Zeitrahmen für die gesamte Umsetzung mit 2050 zu weit steckte. „Die Bundesregierung bleibt weit hinter den Empfehlungen zurück, die der Bürgerrat Ernährung kürzlich dem Bundestag übergeben hat. Völlig unklar ist, wie zentrale Vorhaben der Strategie wie zum Beispiel im Bereich der Gemeinschaftsverpflegung finanziert und rechtlich umgesetzt werden sollen.“ (36)

Luise Molling von der Verbraucherorganisation Foodwatch ätzte: "Für dieses wohlklingende, aber weitgehend folgenlose Papier hat die Ampel-Koalition also die Hälfte ihrer Legislaturperiode gebraucht? In der Ernährungsstrategie finden sich zwar viele hehre Ziele, aber kaum wirkungsvolle Maßnahmen, mit denen die Bundesregierung diese auch erreichen kann.“ (37)

Die Vorstandschefin des AOK-Bundesverbandes, Carola Reimann, sah in der Strategie „gute Ansätze“, doch bleibe sie bei den konkreten Maßnahmen „an vielen Stellen schwammig“. Der Zucker- und Fleischkonsum in Deutschland übersteige die empfohlenen Mengen deutlich. „Ob die Ernährungswende mit den beschriebenen Aktivitäten erreicht werden kann, ist fraglich. Teilweise bleibt das Strategie-Papier hinter den Empfehlungen des Bürgerrats Ernährung und des wissenschaftlichen Beirats am Bundesernährungsministerium zurück.“ (38)

Die Ernährungsstrategie werfe jede Mengen Fragen auf, enthalte aber keine konkreten Antworten, bilanzierte Michael Bauchmüller am 18. Januar 2024 in der Süddeutschen Zeitung. Und Antje Höning moniert in der Rheinischen Post, dass die Ernährungsstrategie der Bundesregierung vom „Geist der grünen Bevormundung“ getragen sei und damit „auf das falsche Rezept“ setze.

Vielleicht ist der Geist der grünen Bevormundung genau das richtige Marktrezept für die Lebensmittel- und Konsumgüterindustrie, um auf Dauer wettbewerbsfähig zu bleiben. Denn es sind die Kund*innen, die nach Garantien verlangen, dass sie mit dem was sie essen, dem Planeten und den beteiligten Menschen einen positiven Impact geben. Die Ernährung ist im Wandel, und der Druck auf mehr Nachhaltigkeit steigt. Das haben nicht zuletzt die Empfehlungen des gleichnamigen Bürgerrats gezeigt.


Verweise

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2. Statista. Meat consumption in Germany - statistics & facts. [Online] 21. Dezember 2023. https://www.statista.com/topics/8648/meat-consumption-in-germany/#topicOverview

3. Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft. Deutschland, wie es isst - der BMEL-Ernährungsreport 2021. [Online] 19. Mai 2021. https://www.bmel.de/DE/themen/ernaehrung/ernaehrungsreport2021.html

4. Expert Market Research . Global Vegan Food Market Outlook. [Online] https://www.expertmarketresearch.com/reports/vegan-food-market

5. Antrag der Fraktionen SPD, BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN, FDP und DIE LINKE. Einsetzung eines Bürgerrates „Ernährung im Wandel: Zwischen Privatangelegenheit und staatlichen Aufgaben“. Deutscher Bundestag - Drucksache 20/6709. [Online] 9. Mai 2023. https://dserver.bundestag.de/btd/20/067/2006709.pdf

6. Deutscher Bundestag. Plenarprotokoll 20/102. [Online] 10. Mai 2023. https://dserver.bundestag.de/btp/20/20102.pdf#P.12320

7. Extinction rebellion. Demokratie neu leben. [Online] [Zitat vom: 18. Januar 2024.] https://extinctionrebellion.de/wer-wir-sind/unsere-forderungen/bv/

8. Deutscher Bundestag. Schäuble sieht in Bürgerrat neue Impulse für die repräsentative Demokratie. [Online] 13. Januar 2021. https://www.bundestag.de/dokumente/textarchiv/2021/kw02-buergerrat-816534

9. Mehr Demokratie e.V. Bürgerrat "Deutschlands Rolle in der Welt". [Online] [Zitat vom: 19. Januar 2024.] https://deutschlands-rolle.buergerrat.de/

10. Deutscher Bundestag. Bürgerrat zu Deutschlands Rolle in der Welt. Bericht der Verwaltung des Deutschen Bundestages . [Online] 10. Mai 2021. https://www.bundestag.de/resource/blob/843002/124daf3bdbc588044ea07052d7ec7e72/kw20_buergerrat_bericht_pdf-data.pdf

11. Mehr Demokratie - nexus - IPG - Ifok. Detailkonzept 'Bürgerrat Ernährung im Wandel'. [Online] [Zitat vom: 18. Januar 2024.] https://www.bundestag.de/resource/blob/964632/a472b2b633b965dbba7b4b8d2fa77439/23_08_23_detailkonzept.pdf

12. Deutscher Bundestag - Stabsstelle Bürgerräte (Hg.). Bericht zu den Ergebnissen des Losverfahrens. [Online] 23. August 2023. https://www.bundestag.de/resource/blob/963818/cc8186b522220c3ec65cc27fd024613f/bericht_zufallsauswahl.pdf

13. Anna-Lena Ripperger. Streitpunkt Zuckersteuer. Frankfurter Allgemeine Zeitung 15. Januar 2024

14. Bürgerrat Ernährung des Deutschen Bundestags. Empfehlungen an den Deutschen Bundestag. [Online] 14. Januar 2024. https://www.bundestag.de/resource/blob/986140/fd980a8f962b16c2f40505638288c438/empfehlungen_buergerrat_ernaehrung.pdf

15. Wissenschaftlicher Beirat für Agrarpolitik, Ernährung und gesundheitlichen Verbraucherschutz beim Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft. Politik für eine nachhaltigere Ernährung. Eine integrierte Ernährungspolitik entwickeln und faire Ernährungsumgebungen gestalten. [Online] Juni 2020. https://www.bmel.de/SharedDocs/Downloads/DE/_Ministerium/Beiraete/agrarpolitik/wbae-gutachten-nachhaltige-ernaehrung.pdf?__blob=publicationFile&v=3

16. Die Linke im Bundestag. Schulessen - (Archiv bis 5. Dezember 2023). [Online] https://www.linksfraktion.de/themen/a-z/detailansicht/schulessen/

17. Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft. Bürgerrat Ernährung: Rückenwind für bürgernahe Ernährungspolitik. [Online] 15. Januar 2024. https://www.bmel.de/SharedDocs/Meldungen/DE/Presse/2024/240115-buergerrat-ernaehrung.html

18. Die Bundesregierung. Gutes Essen für Deutschland. Ernährungsstrategie der Bundesregierung. [Online] 17. Januar 2024. https://www.bmel.de/SharedDocs/Downloads/DE/_Ernaehrung/ernaehrungsstrategie-kabinett.pdf?__blob=publicationFile&v=7

19. Angelika Melcher. „Das Budget für die Ernährung schmilzt wie Neuschnee im Frühling“. Interview mit Niels Espenhorst. [Online] WirtschaftsWoche, 15. Januar 2024. https://www.wiwo.de/politik/deutschland/essen-in-kitas-das-budget-fuer-die-ernaehrung-schmilzt-wie-neuschnee-im-fruehling-/29602092.html

20. Das Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, nukleare Sicherheit und Verbraucherschutz (BMUV). Bürgerinnen- und Bürgerdialog Nachhaltige Ernährung. [Online] [Zitat vom: 18. Januar 2024.] https://www.bmuv.de/buergerservice/beteiligung/buergerinnen-und-buergerdialog-nachhaltige-ernaehrung

21. Umweltbundesamt (Hg.). Pflanzenbetonte Ernährung fördern. Empfehlungen eines Bürger*innen-Dialogs. [Online] Oktober 2023. https://www.bmuv.de/fileadmin/Daten_BMU/Download_PDF/Gesundheit_Umwelt/nachhaltige_ernaehrung_bf.pdf

22. Jakob Pallinger. Wie Länder gegen Lebensmittelverschwendung vorgehen wollen. [Online] 21. Januar 2021. https://www.derstandard.de/story/2000123268422/wie-laender-gegen-lebensmittelverschwendung-vorgehen-wollen

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24. Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft . Nationale Strategie zur Reduzierung der Lebensmittelverschwendung. [Online] https://www.bmel.de/DE/themen/ernaehrung/lebensmittelverschwendung/strategie-lebensmittelverschwendung.html

25. Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft. Umbau der Nutztierhaltung in Deutschland – der Borchert-Prozess. [Online] [Zitat vom: 18. Januar 2024.] https://www.bmel.de/DE/themen/tiere/nutztiere/umbau-nutztierhaltung.html

26. Quarks. Brauchen wir eine CO2-Kennzeichnung für Lebensmittel? [Online] 22. Oktober 2020. https://www.quarks.de/umwelt/klimawandel/brauchen-wir-eine-co2-kennzeichnung-fuer-lebensmittel/

27. Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft. Konzept zur Förderung einer nachhaltigen Ernährung. [Online] 4. August 2021. https://www.bmel.de/DE/themen/ernaehrung/nachhaltiger-konsum/konzept-nachhaltige-ernaehrung.html

28. Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft. Eckpunktepapier: Weg zur Ernährungsstrategie der Bundesregierung. [Online] 21. Dezember 2022. https://www.bmel.de/SharedDocs/Downloads/DE/_Ernaehrung/ernaehrungsstrategie-eckpunktepapier.pdf?__blob=publicationFile&v=4

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32. Maja Göpel. X (Twitter). [Online] 15. Januar 2024. https://twitter.com/beyond_ideology/status/1746825393535869129

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34. Ulrike Doyle u.a. Was ist der One-Health-Ansatz und wie ist er umzusetzen? [Online] 22. Dezember 2020. https://www.umweltbundesamt.de/sites/default/files/medien/4031/publikationen/umid-02-20-one_health.pdf

35. Presseportal. Deutsche Umwelthilfe zur Ernährungsstrategie: "Bundesregierung legt Scheinlösungen vor, wirksame Maßnahmen fehlen". [Online] 17. Januar 2024. https://www.presseportal.de/pm/22521/5694021

36. WWF. Kabinett verabschiedet Ernährungsstrategie / WWF kritisiert niedriges Ambitionsniveau / Bürgerrat Ernährung ist weiter als Bundesregierung. [Online] 17. Januar 2023. https://www.wwf.de/2024/januar/unverbindlich-zoegerlich-ernaehrungsstrategie

37. foodwatch. foodwatch zur Ernährungsstrategie: „Hehre Ziele, kaum wirkungsvolle Maßnahmen“. [Online] 17. Januar 2024. https://www.foodwatch.org/de/foodwatch-zur-ernaehrungsstrategie-hehre-ziele-kaum-wirkungsvolle-massnahmen

38. AOK. Gutes Essen für alle: Kabinett beschließt Ernährungsstrategie. [Online] 17. Januar 2024. https://www.aok.de/pp/gg/update/kabinett-verabschiedet-ernaehrungsstrategie/

Bürgerräte

mit KI erstellt

Deutscher Bundestag. Was sind Bürgerräte? [Online] [Zitat vom: 15. Januar 2024.] https://www.bundestag.de/parlament/buergerraete/artikel-inhalt-943198

Bürgerrat. Nationale Bürgerräte. [Online] https://www.buergerrat.de/buergerraete/buergerraete-weltweit/

Mehr Demokratie e.V. Warum und wie Bürgerräte mit Losverfahren funktionieren. [Online] https://www.buergerrat.de/fileadmin/downloads/broschuere_buergerrat.pdf.

Mehr Demokratie e.V. Warum und wie Bürgerräte funktionieren. [Online] [Zitat vom: 15. Januar 2024.] https://www.mehr-demokratie.de/publikationen/buergerraete/warum-und-wie-buergerraete-funktionieren







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